- Heide Wessely
Die Klinkerfassade in changierenden Grautönen verrät auf den ersten Blick nicht, dass es sich beim Zentralen Kunstgutdepot um einen Stahlbetonskelettbau handelt. Auch die Sheddächer, die an die historische Industriearchitektur der Umgebung anknüpfen, sind in Stahlbeton ausgeführt. Ihre Aluminiumdeckung geht an der Südseite optisch in die vertikal strukturierte Fassade über, in der ein Rahmenelement mit tiefen Metallschwertern sitzt. Dahinter liegen Eingang, Anlieferung und Arbeitsräume. Hier schließt die Fassade bündig mit den Nachbarbauten ab, während sie an der Nordseite ebenfalls in Klinker gehüllt ist und ausreichend Platz für den zweiten Bauabschnitt lässt, in dem künftig das Skulpturendepot untergebracht werden soll. Der Neubau steht auf dem Gelände des früheren Ausbesserungswerks der Reichsbahn. Er ergänzt das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, das 2017 neben dem Schlosspark von Sanssouci errichtet wurde und auch von Staab Architekten stammt.
