Fußgängerbrücke in Be‘er Sheva

Am stark frequentierten Nordbahnhof der bedeutenden Wüstenstadt Be’er Sheva im Süden Israels wurde mit der Fertigstellung einer rund 200 m langen Fußgängerbrücke eine wichtige infrastrukturelle Stadtverknüpfung geschaffen. Die ausdrucksvolle Stahlbrücke bietet eine schnelle, fußläufige Verbindung von der Ben-Gurion-Universität und dem Bahnhof zum ebenfalls neuen Gav-Yam-Negev-Technologiepark. Darüberhinaus erfüllt der Brückenbau alle Kriterien für ein neues Stadtwahrzeichen und unterstreicht den Anspruch von Be’er Sheva, als gut gelegener Arbeitsort für Pendler aus dem Zentrum des Landes wahrgenommen zu werden. Während sich die minimal gedrehte Lage aus den städtebaulichen Vorgaben ergibt, reagiert die asymmetrische Unterteilung der Brücke in zwei unterschiedlich lange Segmente von ca. 70 m und 100 m auf die bereits existierenden, verschieden breiten Gleisanlagen. Beide Brückensegmente sind als statisch gleichartige, linsenförmige Raumfachwerkträger ausgebildet und umschließen den mittig liegenden Gehweg. Bedingt durch die unterschiedlichen Spannweiten, weisen beide Felder verschiedene Querschnitte auf – ohne dabei den spannungsvollen Gesamteindruck der durchlaufenden, geschwungenen Linien zu mindern.

Fußgängerbrücke in Be‘er Sheva
© Amit Geron