Wohn- und Bürohaus in Bordeaux

 - Jakob Schoof

Die Ertüchtigung historischer Tragstrukturen gleicht oft einem Puzzlespiel, bei dem neuere, stabilere Elemente möglichst unauffällig ins historische Gefüge integriert werden müssen. Beispielhaft gelöst wurde diese Aufgabe bei der ehemaligen Schlossereiwerkstatt in der Innenstadt von Bordeaux, die die Architekten RCR Artotec zum Wohn- und Bürogebäude umgebaut haben. Das zweigeschossige Haus entstand ursprünglich im 19. Jahrhundert als Wirtschaftsgebäude eines nahe gelegenen Klosters. Von seiner letzten Nutzung als Werkstatt zeugt bis heute eine verwaschene Beschriftung an der Kalksteinfassade. Der jüngste Umbau sah ein dreiteiliges Raumprogramm vor: im Erdgeschoss das Büro der Architekten, im Obergeschoss eine Wohnung und in den Gewölbekellern eine Kunstgalerie. Alle drei Geschosse werden separat von einem Vorraum erschlossen, der durch Stahlgitter von der Straße getrennt ist. Zusätzlich verbindet eine quer liegende Stahltreppe im hinteren Gebäudebereich die drei Ebenen miteinander.

Wohn- und Bürohaus in Bordeaux
© Hisao Suzuki