- Jakob Schoof
Stahl für große Spannweiten und strukturelle Flexibilität, Beton für den Schallschutz zwischen sehr unterschiedlichen Nutzungen: Mit dieser Materialkombination haben die Architekten von OMA und die Ingenieure von Arup ein Gebäude erschaffen, das wie eine gebaute Schocktherapie für die Kopenhagener Innenstadt anmutet. Der Mixed-Use-Komplex Blox steht inmitten eines Brachlandes an der Hafenkante, das unbebaut blieb, seitdem dort 1960 die Reste des Königlichen Brauhauses abbrannten. Seine Hauptnutzer sind das Dänische Architekturzentrum DAC sowie ein Coworking-Space mit Büroflächen für Unternehmen und Forschungsinstitute aus dem Bereich der Stadtentwicklung. Dazu kommen ein Fitnesszentrum, ein Restaurant und ein Café, 22 Penthouse-Mietwohnungen mit privaten Dachterrassen sowie eine 350 Fahrzeuge fassende, dreigeschossige Tiefgarage mit automatischem Parksystem. Zwischen dem abstrakten Solitär und seinen historischen Nachbarn vermittelt nur ein breiter, zum Gebäude hin treppenartig ansteigender Spielplatz auf der Südwestseite. Darunter sind weitere witterungsgeschützte Spielflächen für Kindergärten entstanden.
