Sportzentrum Heuried in Zürich

Zwei Jahre lang wurde das Sportzentrum Heuried in Zürich umgebaut und erweitert. Im Herbst 2017 ging es mit einer neuen Eissporthalle wieder in Betrieb. Zur Badesaison 2018 wird auch die zugehörige Freibadanlage eröffnet. Für das 1964 von Fritz Schwarz und Hans Litz mit Freibad und zwei Außeneislaufbahnen bebaute Areal hatte die Stadt unter anderem aufgrund der marode gewordenen Bausubstanz und der unbefriedigenden Energiebilanz einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Gewinner, das ortsansässige Büro EM2N Architekten, sanierten die Anlage und ergänzten sie um die ganzjährig nutzbare Eishalle. Unter einer markanten, dreigeteilten Dachlandschaft mit Photovoltaikanlage führten sie in einem Gebäude unterschiedliche Nutzungen geschickt zusammen. Das mit einer Auskragung von 16 m beeindruckende Vordach mit großflächigen Oberlichtern schützt den darunter entstandenen Eingangsplatz, der die verschiedenen Ebenen erschließt und verknüpft. Rampen, Treppen und Stege machen den Komplex im Zusammenspiel mit der Gartenanlage vielfältig erlebbar, sie schreiben die Tradition moderner Freibäder in Zürich fort. Dach und Außenfassade sind als Holzbau konstruiert. Ein umlaufendes Fensterband im Obergeschoss trennt das durch den Kräfteverlauf der Träger landschaftlich modulierte Dach optisch vom Gebäude. Weiß und grau gestrichene Holzlatten umhüllen die weitgehend geschlossene Fassade des Erdgeschosses. Ihre feine Maßstäblichkeit verleiht dem großen Volumen eine gewisse Leichtigkeit.

Sportzentrum Heuried in Zürich
© Damian Poffet