Korkhäuser in Katalonien

 - Sabine Drey

Die Korkeichen im Waldgebiet der Costa Brava dienten früher der Herstellung von Sektkorken, inzwischen konzentriert sich die Produktion von Korkprodukten auf Portugal und Südspanien. Aber auch heute noch können Besucher im Museum von Palafrugell und in einer stillgelegten Fabrik Abbau und Verarbeitung der Baumrinden in der Region nachvollziehen. Das Material wird in der Architektur meistens eher als Dämmstoff eingesetzt, aber bei den beiden Baukörpern im dichten Eichen- und Pinienwald an der katalanischen Küste erfüllen die Platten eine doppelte Funktion als Außendämmung und Fassadenverkleidung. Eine 40 mm starke Korklage wurde auf die Holzkonstruktion der Häuser geschraubt und mit Kalkmörtel eine weitere Lage von 50 mm aufgeklebt.

Korkhäuser in Katalonien
© José Hevia