Steinhaus im Tessin

 - Sabine Drey

Ein stark verfallener, alter Stall mit angebauter Scheune würde in den meisten Fällen sich selbst überlassen bleiben. Das ganz aus regionalem Bruchstein errichtete Exemplar liegt jedoch auf 1000 Meter Höhe zwischen Luganer und Comer See innerhalb der Tessiner Kulturlandschaft. Auch landwirtschaftliche Gebäude mit ihren charakteristischen Mauern und Dächern aus Gneis sind dort streng geschützt und dürfen nicht ohne Weiteres abgerissen werden. Da sich jedoch nur noch wenige Landwirte finden, die diese Gebäude nutzen und erhalten, erlaubt eine Regelung, die sogenannten Rustici auch außerhalb von Wohngebieten zu Ferien- oder Wohnhäusern umzunutzen. Doch auch beim Umbau gelten einige Einschränkungen. So muss zum Beispiel die äußere Hülle in ihrer ursprünglichen Erscheinung vollständig erhalten bleiben.

Steinhaus im Tessin
© Albrecht Imanuel Schnabel