Ein prägender Teil des generalsanierten Innenraumes der Staatsoper Unter den Linden in Berlin ist die fünf Meter hohe Nachhallgalerie. Hoch über den Köpfen der Zuschauer stellt sie als praktisch einziges wirklich neues, sichtbares Bauteil in der ansonsten denkmalgerecht wiederhergestellten Oper eine gestalterische und technische Verbindung zwischen der bewegten Geschichte des Hauses und der Gegenwart her. Das 1742 eröffnete Opernhaus war von Kronprinz Friedrich II. und Wenzeslaus von Knobelsdorff als Teil des Forum Fridericianum konzipiert worden. Stetig steigende Anforderungen an den Opernbetrieb, Brand- und Kriegsschäden sowie schließlich der Wiederaufbau nach den Plänen des Architekten Richard Paulick in den 1950er Jahren führten zum heutigen Erscheinungsbild.
