Buchstäblich mit offenen Armen empfängt das ehemalige Verwaltungsgebäude von Philips Österreich die Autofahrer, die sich Wien von Süden aus nähern. In den letzten Jahren sind auf dem Wienerberg zwar deutlich höhere Neubauten entstanden, doch der markante Spannbetonbau von Karl Schwanzer und dem Ingenieur Robert Krapfenbauer zählt nach wie vor zum stadtbildprägenden Erbe der Nachkriegszeit. Bei seiner Fertigstellung 1965 beherbergte er die ersten Großraumbüros in Österreich mit rund 1000 m² stützenfreier Fläche pro Geschoss. 2010 wurden Fassade und Erschließungskerne unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem Auszug des Bauherrn 2013 stand das Haus leer. Bei der nun abgeschlossenen Sanierung durch Josef Weichenberger architects + Partner konnte das Gebäude seine enorme Flexibilität unter Beweis stellen: Aus den Büroflächen wurden 135 voll möblierte „Serviced Apartments“ mit Flächen von 30 bis 46 m². In dem zweigeschossigen Flachbau, der dem Hochhaus wie eine Schublade untergeschoben ist, haben sich zwei Supermärkte, ein Restaurant und ein Fitnesscenter eingemietet. Ursprünglich waren dort die Eingangshalle des Hauses, weitere Büros sowie ein großer Vortrags- und Veranstaltungssaal untergebracht.
