Magazin: Mehr Raum für den olympischen Geist

Nachhaltigkeit, Bewegung, Transparenz und Einsatz für den Frieden sind Ziele, die sich das Internationale Olympische Komitee IOC mit seiner Agenda 2020 auf die Fahne geschrieben hat. Das im Juni eröffnete „Olympic House“, in dem alle 500 Mitarbeiter des Standorts Lausanne noch effizienter zusammenarbeiten sollen, drückt diese Werte so konsequent wie möglich in Architektur aus. Der neue Hauptsitz soll als Vorbild für die künftigen olympischen Bauten und Spielstätten in aller Welt demonstrieren, welcher Standard an hochwertigen Arbeitsplätzen und nachhaltiger Architektur heute möglich ist. Der Bestandsbau in einem öffentlichen Park direkt am Genfer See konnte nur einen Teil der auf mehrere Gebäude verteilten Mitarbeiter aufnehmen. Mit seinem niedrigen Energiestandard und der dunkel eingefärbten Verglasung passte er nicht mehr zur aktuellen Zielsetzung des IOC und wurde abgerissen. Die Umsetzung des erfolgreichen Wettbewerbsentwurfs war anspruchsvoll: Über 95 % der Baustoffe aus dem Abriss konnten im Neubau wiederverwertet werden. Den größten Teil nimmt der Beton ein, der vor Ort geschreddert und in einem Anteil von bis zu 30 % der Stahlbetonkonstruktion beigemischt wurde.

Magazin: Mehr Raum für den olympischen Geist
Durch das begrünte Sockelgeschoss wirkt das Gebäude in der Parklandschaft kleiner als es tatsächlich ist. © 2019 / International Olympic Committee. IOC / Adam Mørk