- Andrew Ayers
Alles begann mit einem Fernsehauftritt des Präsidenten: Am 14. Juli 1988 verkündete François Mitterrand in seiner Sendung zum französischen Nationalfeiertag die Absicht, eine neue Nationalbibliothek zu bauen. Daraufhin bot Jacques Chirac, damals Bürgermeister der französischen Hauptstadt, ihm ein Grundstück auf einem ehemaligen Güterbahnhof hinter dem Gare d’Austerlitz an. Dominique Perraults Bibliothèque Nationale de France war der erste Baustein eines Mammutprojekts, bei dem 130 ha Gleisfläche im 13. Pariser Arrondissement in ein neues Wohn- und Geschäftsquartier transformiert wurden. Ende 2020 nun hat der Medienkonzern Le Monde dem noch unvollständigen Puzzle mit der Eröffnung seines neuen Hauptsitzes ein weiteres Stück hinzugefügt. Das 23.000 m² große Gebäude direkt hinter dem Gare d’Austerlitz an der Avenue Pierre-Mendès-France – der Hauptverkehrsachse des neuen Viertels – wurde vom norwegischen Architekturbüro Snøhetta entworfen und in Zusammenarbeit mit dem französischen Büro SRA realisiert.
