- Christoph Gengnagel
Das ehemalige Warenhaus am Berliner Ostbahnhof ist ein Symbol für den Strukturwandel im Einzelhandel: 1979 wurde es als damals größte und modernste Niederlassung der DDR-Kaufhauskette Centrum errichtet. Nach der Wende nutzte zunächst die Hertie-Kette und später Galeria Kaufhof das Gebäude mit 45.000 m². Wegen schlechter Umsätze schloss die Signa-Gruppe als neue Besitzerin das Haus und lobte 2016 einen Wettbewerb für seinen Umbau aus. Jasper Architects gewannen mit einem Entwurf, der Tageslicht in den geschlossenen Baukörper bringt und damit Büros möglich macht. Als neue Nutzung schlugen die Architekten ein Start-up-Hub vor, für das die hohen Decken und die offenen, flexiblen Flächen ideale Voraussetzungen boten. Schon bald stand auch der neue Mieter fest: ein Online-Versandhändler für Mode und Kosmetik. 2017 beauftragte Signa Jasper Architects in Planungsgemeinschaft mit dem lokalen Büro Gewers Pudewill für die General- und Objektplanung. Die Tragwerks- und Fassadenplaner Bollinger+Grohmann unterstützten die Architekten in allen Leistungsphasen.
