Wohngebäude Eisberg in Berlin

 - Jakob Schoof

Die Bugenhagenstraße ist eine ruhige und doch zentral gelegene Nebenstraße im alten Berliner Arbeiterviertel Moabit. Lange Zeit gehörte die Gegend zu den letzten in der Berliner Innenstadt, um die die Gentrifizierung einen Bogen zu machen schien. Inzwischen sind Aufwertung und Erneuerung hier jedoch in vollem Gange. Das Wohnhaus in Holz-Hybridbauweise, das rundzwei Architekten hier realisiert haben, schließt eine schmale Baulücke, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs klaffte. Mit planerischem Geschick verstanden es die Architekten, hier auf nur 100 m² Grundfläche elf barrierearme Mietwohnungen entstehen zu lassen. Auf dem Nachbarhaus aus den 50er-Jahren planten sie für den gleichen Bauherrn eine zweigeschossige Dachaufstockung mit sieben weiteren Wohneinheiten.

Wohngebäude Eisberg in Berlin
Die Straßenfassade im Norden lässt ahnen, warum die Architekten den Neubau „Eisberg” nennen. In geschlossenem Zustand wirken die perforierten Faltläden nur um Nuancen dunkler als der Rest der Aluminiumhülle. © Gui Rebelo