Museum of Modern Art in New York

Kurz nach der Gründung des Museums of Modern Art in New York 1929 erhielt der junge Architekturkritiker Philip Johnson die Stelle des Kurators für die Abteilung Architektur und Design. Ein Glücksfall für das Haus, denn gleich mit seiner zweiten Ausstellung gelang dem damals 26-jährigen eine Schau mit weltweiter Beachtung und nachhaltiger Wirkung auf die amerikanische Architektur. »The International Style« brachte 1932 die (formalen) Ideen des Bauhauses nach Amerika und gab später einer ganzen Strömung ihren Namen. Seither gab es am MoMA immer wieder wegweisende, manchmal auch begriffsprägende Präsentationen wie »Deconstructivist Architecture « (1988), ebenfalls unter Beteiligung von Philip Johnson (der zwischenzeitlich das Architekturstudium nachgeholt und Karriere als Architekt gemacht hatte) oder Bernard Rudofskys »Architecture without Architects« (1964), eine Ausstellung die erstmals den Blick auf die anonyme Architektur richtete und deren Bilder, reproduziert aus dem inzwischen wiederholt aufgelegten Katalog, noch heute in kaum einem Architektursymposium fehlen. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten lag auf den zahlreichen großen Monografien u. a. über Frank Lloyd Wright, Louis Kahn, Alvar Aalto, Mies van der Rohe oder Buckminster Fuller.

Museum of Modern Art in New York
© Museum of Modern Art