Raumobjekt »Aqua-Scape« in Japan

Das Echigo-Tsumari Exchange Center ist Kongress- und Handelszentrum der japanischen Region Tokamachi. Obwohl die Winter hier streng und schneereich sind, umschließen große, offene Säulenhallen ein zentrales Wasserbecken. Hier werden wöchentliche Märkte abgehalten und alle drei Jahre findet eine Kunst-Triennale statt. Als immerwährende Installation entwarf Ryumei Fujiki ein auf dem Wasser schwebendes Architekturobjekt. Es vereint eine uralte japanische Technik, Origami, mit neuesten Materialien. 1 × 4 Meter große Kunststoffplatten mit einer Netzstruktur aus ineinander verschlungenen Polyethylen-Fasern wurden mit sinusförmigen Falzen versehen, gefaltet und kreuzweise zu einem dreidimensionalen Objekt verwoben. Zugseile aus Polyester, die im Alltagsgebrauch der Bespannung von Tennisschlägern dienen, halten die Struktur in Form. Die Rückseite des sieben Meter langen Raums – der nur durch das kniehohe Wasser zugänglich ist – ist mit einer Polycarbonat-Stegplatte geschlossen. Zwischen den Fasern der Bodenplatten des Kokons sitzen blaue und weiße LED-Leuchten. Das Projekt, entwickelt in Zusammenarbeit mit Studenten als Prototyp für eine fließende und leichte Architektur, wurde innerhalb von drei Monaten in Eigenbau fertiggestellt und soll vor allem Kindern als Ort zum Lesen und Spielen dienen.

Raumobjekt »Aqua-Scape« in Japan