MOCAA – Museum für zeitgenössische Kunst Afrika in Kapstadt

Zum Zeitpunkt ihrer Erbauung vor fast hundert Jahren war sie das höchste afrikanische Gebäude der südlichen Hemisphäre: Die Siloanlage in Kapstadt bestand aus einem 57 m hohen Sortierturm und einem 27 m hohen Block aus 6 × 7 zylinderförmigen Getreidesilos mit einem Durchmesser von 6 m. In den 1990er-Jahren, ungefähr zeitgleich mit dem Ende der Apartheid und nur kurz nachdem die Victoria & Alfred Waterfront in eine der größten Touristenattraktionen des Kontinents verwandelt worden war, wurde das Silo außer Betrieb gesetzt. Nach einem ersten Konzept für die Transformation dieses Nationaldenkmals in ein Kunstmuseum im Jahr 2006 – Ex Puma Chef Jochen Zeitz stiftete seine private Sammlung – öffnete nun im September das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) seine Tore. Mit 6000 m² ist es das größte Museum, das afrikanischen Künstlern des 21. Jahrhunderts gewidmet ist. Während Architekt Thomas Heatherwick die Hülle des Zylinder- blocks fast in Originalform stehen ließ, drücken sich in den obersten fünf Etagen des Sortierturms mit 28 Luxushotelzimmern blasenartige Fenster durch das Betonskelett.

MOCAA – Museum für zeitgenössische Kunst Afrika in Kapstadt
© Iwan Baan