- Julia Liese
Das Collège d’Orlinde ist die erste Schule im Département Lot, die mehr Energie produziert als sie verbraucht – vor allem dank der 1200 m² großen Photovoltaikanlage auf dem Dach. Darüber hinaus gelang es, den CO₂-Fußabdruck des Gebäudes mit biobasierten Materialien möglichst gering zu halten. Die Schule für die Klassenstufen 6 bis 9 liegt zwischen den Gemeinden Bretenoux und Biars-sur-Cère im Südwesten Frankreichs und ersetzt ein altes Gebäude, das nun anderweitig genutzt wird. Als eingeschossiger Bau legt sie sich flach in die Landschaft und passt sich so ihrer Umgebung mit niedrigen Gewerbe- und Wohnbauten an. Beim Entwurf orientierten sich die Architekten an den für die Region typischen Bastiden: kleinen mittelalterlichen Stadtzentren, die streng rechtwinklig um einen Marktplatz angelegt sind und sich nach außen wehrhaft abschirmen. Analog zeigt sich die Schule nach außen geschlossen, nach innen öffnet sie sich zu zwei Höfen.
