Aussegnungshalle in Ingelheim

Langgezogene Bruchsteinmauern kennzeichnen die Landschaftsarchitektur des neuen, überkonfessionellen Zentralfriedhofs zwischen Ingelheim und dem nahe gelegenen Rhein. Der Eingangsbereich im Süden des Geländes wird durch die 2012 fertiggestellte Aussegnungshalle definiert. Das architektonische Konzept entwickelt sich unmittelbar aus den raumgreifenden Mauern, die sich hier verdichten, teilweise auflösen und Räume mit differenzierten Übergängen bilden. Eine fast quadratische Dachplatte aus Beton wird über drei unterschiedlich proportionierten Innenhöfen so ausgeschnitten, dass sich in Teilbereichen überdachte Galerien ergeben. Ein vierter Ausschnitt ist von einem hoch aufragenden Satteldach überdeckt, das die Aussegnungshalle in ihrer Bedeutung als sakraler Raum weithin erkennbar macht.

Aussegnungshalle in Ingelheim
© Bayer & Strobel Architekten