Der »Final Home Store« dient in erster Linie dem Verkauf der gleichnamigen Kleiderkollektion. Einen Teil der Ladenfläche nutzt ein kleiner Musikverlag zur Demonstration seiner Produkte mittels DJ-Station und Hörboxen. Zu dem ebenerdigen Verkaufsraum gehören Lager und Büroräume im Keller. Der Bauherr wünschte sich eine möglichst genaue Übersetzung des hauseigenen Gestaltungsstiles in die Architektur des Innenraumes. Seine futuristischen Kleidungsstücke definiert er als schützende Schicht mit veränderlichen, multifunktionalen Elementen. Grundlage der neuen Ausstattung sind daher die hüllenartige Bekleidung der Wände und Böden, nicht nach Flächen differenziert, sondern einheitlich aus grauem Linoleum und mit ausgerundeten Raumkanten. Der Kassentisch und das Treppengeländer entstehen durch Einschneiden und Aufklappen der grauen Oberfläche. Die aufgedeckten Innenseiten sind orangefarben lackiert. Auch die Überreste früherer Nutzungen dienen dazu, die neue Hülle zu modifizieren: Rohre, Leitungen und Stahlträger durchstoßen die neue Bekleidung, sie dienen als Kleiderhaken und -stangen.
