Weithin sichtbar, auf einem Hügel im portugiesischen Hinterland, liegt die Burgruine Montemor-o-Velho. Hier entstand innerhalb der Mauerreste des Paço das Infantas, des Prinzenpalastes, ein Teehaus, das in seiner Gestalt einem konsequenten Sanierungskonzept folgt. Der bauliche Eingriff in die Anlage ist zurückhaltend und auffällig zugleich. Zurückhaltend, weil der Architekt die alten Mauern unangetastet ließ und den Zustand der Burg konservierte. Auffällig, weil das Teehaus, das im Herzen der Anlage entstand, mit seiner strengen Geometrie und seinen klaren Materialien in Kontrast zu dem rauen Mauerwerk und den unregelmäßig geformten Überresten der Burg steht.
