Die heute in der Architektur verwendeten Kunststofffolien ermöglichen Gebäudehüllen, die in ihrer Licht- und UV-Durchlässigkeit von keinem anderen Material übertroffen werden. Die hauchdünnen, transparenten Membranflächen werden lediglich auf Zug beansprucht und reduzieren das Eigengewicht von Außenhaut und Tragsystem auf ein Minimum. In diesem Bereich hat sich vor allem der Fluorpolymer-Werkstoff Ethylen-Tetrafluorethylen, kurz ETFE oder auch ET genannt, als geeignet erwiesen. Wegen ihrer Vorteile gegenüber anderen Materialien ist die Folie ein durchaus attraktiver Baustoff: Das extrem geringe Eigengewicht (350 g/m2 bei 200 µm Dicke), die hohe Licht- und UV-Durchlässigkeit, die hohe chemische Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen, die relativ lange Nutzungsdauer (in über 20 Jahren wurden keine nennenswerten Änderungen der mechanischen und optischen Eigenschaften festgestellt) und die nahezu vollständige Recyclebarkeit machen die Fluorpolymerfolie zu einem wirtschaftlichen und Ressourcen schonenden Baustoff.
