Bericht: Architekturmuseum der Technischen Universität München

Mit dem Einzug des Architekturmuseums der Technischen Universität München in den Neubau der Pinakothek der Moderne endet eine jahrelange Odyssee durch die verschiedenen Architekturinstitute Europas. Unter der Leitung seines Direktors Winfried Nerdinger hat das engagierte Museumsteam eine Reihe gelungener Ausstellungen in fremden Häusern realisiert. Nicht nur in München, auch in Frankfurt, Berlin und Madrid war das Institut zu Gast. Mit Themen wie »Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933-1945«, »Friedrich von Gärtner« oder der 2001 im Alten Museum in Berlin gezeigten Werkschau über Leo von Klenze entstanden bedeutende Ausstellungen. Darüber hinaus wurden mit dem DAM und auch dem NAi anspruchsvolle Projekte umgesetzt. 1868 für die Ausbildung angehender Architekten gegründet, entwickelte sich die Sammlung zum wesentlichen Bestandteil des Lehrprogramms der Polytechnischen Schule, der Vorgängerin der heutigen Technischen Universität. Veränderte Studienschwerpunkte Anfang des 20. Jahrhunderts führten zur Umwandlung in ein Archiv, das ohne Etat und Räume bis Mitte der 70er-Jahre in Magazinen der Architekturfakultät verschwand. Seit 1975 erfolgte unter der Leitung Nerdingers die systematische Umwandlung in ein Archiv und Museum. Die beinahe vergessenen Schätze der Sammlung waren wieder zugänglich. Allerdings blieb die finanzielle und räumliche Situation zunächst schwierig. Erst die zwei Jahre später aufgenommene Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum ermöglichte die Realisierung von Ausstellungen, die neben umfassenden Werkschauen einzelne Epochen der Architekturgeschichte thematisierten.

Bericht: Architekturmuseum der Technischen Universität München
© Frank Kaltenbach