Die Stadt Paris blickt auf eine sehr lange und faszinierende Geschichte zurück. Ebenso aufregend ist die Geschichte des »Pavillon de l'Arsenal«, des Architektur- und städtebaulichen Informations-, Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Stadt Paris. Wo einst ein kleiner Seitenarm der Seine die Königliche Kanonenpulverfabrik von der »Île Louviers« trennte, entstand 1843 auf dem zugeschütteten Flussbett ein mit Bäumen bestandener Boulevard. An dieser Stelle wurde der »Pavillon de l'Arsenal« 1878/79 von dem Architekten Clément als »Musée populaire« für einen privaten Kunstsammler errichtet, der wenige Jahre nach dessen Eröffnung verstarb. Nach seinem Tod liquidierte seine Tochter die Kunstsammlung und vermietete den Pavillon, Zeugnis der Architektur des späten 19. Jahrhunderts, an einen Nudelfabrikanten. Nach häufigem Wechsel der Eigen-tümer erwarb 1954 die Stadt Paris den Pavillon, um ihn als Bauarchiv zu nutzen. Seine ursprüngliche Bestimmung, die Nutzung als ein der Öffentlichkeit zugänglicher Ausstellungspavillon, erlangte der »Pavillon de l'Arsenal« erst mit seiner Eröffnung im Dezember 1988 zurück, nachdem die Architekten Bernard Reichen und Philippe Robert das Museum renoviert hatten. Als solches ist der »Pavillon de l'Arsenal« seitdem ein Werkzeug der Stadt Paris, ihre städtebauliche Entwicklung und architektonische Entfaltung zu dokumentieren, zu archivieren und auszustellen. Ergänzend angeboten werden Debatten, thematische sowie Werkvorträge zu den Ausstellungen, um dem Besucher die Komplexität der Pariser Stadtentwicklung zu vermitteln. Darüber hinaus sollen als Wanderausstellungen konzipierte Schauen die Pariser Architektur europaweit bekannt machen.
