Technik: City of Wood? - Aktuelle Geschoss­wohnungsbauten aus Holz

Heute kann man es sich kaum mehr vorstellen: Vor wenigen Jahrhunderten bestanden die größten Städte der Welt überwiegend aus Holzbauten. Die »großen Feuer«, bei denen ganze Stadtteile z.B. von London 1666 oder Chicago 1871 abgebrannt sind, führten zu Brandschutzvorschriften, die Holzbauten auf meist nur zwei Geschosse beschränkten oder Dächer in Massivbauweise vorschrieben. Das hat sich vor wenigen Jahren geändert. Die Höhenbegrenzungen für Holzkonstruktionen wurden international wesentlich gelockert oder sogar wie in Großbritannien und Italien bei Einsatz von Sprinkleranlagen und dem Nachweis überzeugender Brandschutzkonzepte gänzlich aufgehoben. In Deutschland sind Geschosswohnungsbauten von bis zu fünf Stockwerken keine Seltenheit mehr. In Schweden entstehen ganze Siedlungen mit 8-geschossigen Holzbauten, und London rühmt sich, mit neun Geschossen den Weltrekord zu halten. Dabei soll es jedoch nicht bleiben. In den Schubladen Vorarlberger Firmen liegen Projekte wie der »LifeCycle Tower« von Hermann Kaufmann, ein für Wohnungen, Büros oder Hotels flexibel nutzbares Hochhaus aus einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion, das bis zu 20 Geschosse - das sind 80 Meter - aufragen soll. Die Studie »Forest« der Architekten Waugh Thistleton peilt im Norden Londons sogar 25 Geschosse an.

Technik: City of Wood? - Aktuelle Geschoss­wohnungsbauten aus Holz
54 Wohnungen: 2,5–5,5 Zi. , z.T. Maisonette EG: Lebensmittelmarkt, OG: 6 Zweispänner 2 UG Garage und EG Stahlbeton + 6 Geschosse Holz Aufzug und Treppe Stahlbeton: Erdbebensteifigkeit kontroll. Lüftung/ Einzelraumlüfter in Fassade © Giuseppe Micciché