Am Ende ging alles ganz schnell. Nach monatelangem Hin und Her einigten sich Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat im Herbst 2013 binnen weniger Tage auf eine Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Möglicherweise hatten die seitens der Europäischen Union drohenden Strafzahlungen den Politikern Beine gemacht; vielleicht war auch das Konfliktpotenzial zwischen den Parteien nach überstandener Bundestagswahl ausgeschöpft. Doch trotz der schlussendlichen Eile kam die Einigung reichlich spät. Als »EnEV 2012« war die Energieeinsparverordnung ursprünglich geplant gewesen; bis Januar 2013 hätte sie nach dem Willen der EU in Kraft treten sollen, um die Vorgaben der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) von 2010 in nationales Gesetz umzusetzen.
