Forschungsgebiet Universal Design - das Bad fürs Leben

 - Bettina Sigmund

Die Lebenserwartung eines heute in Deutschland geborenen Mädchens liegt bei knapp 83 Jahren. Laut Prognosen werden im Jahr 2050 die über 60-jährigen bereits 40 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung ausmachen. Die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft werden sich dabei besonders im Bereich des Gesundheitswesens manifestieren. Um schon jetzt auf den wachsenden Bedarf an altengerechten Lösungen zu reagieren, sind Politik und Gesundheitswirtschaft ebenso gefragt wie Stadtplaner, Architekten, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie die Industrie. Eine tolerante und soziale Gesellschaft soll offen für alle sein. Für jeden Menschen müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, vollständig am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, unabhängig von Alter oder körperlicher Einschränkungen. Ein wichtiger Bestandteil, um dieses Recht auch in Anspruch nehmen zu können, ist dabei die Barrierefreiheit aller Lebensbereiche. Dies bedeutet im Alltag für die meisten zunächst ein Zuhause, in dem sie sich selbstständig bewegen können. Unter dem Begriff des »Universal Designs« werden barrierefreie Lösungen entwickelt, die sich im Laufe der Jahre den Bedürfnissen der Nutzer anpassen.

Forschungsgebiet Universal Design - das Bad fürs Leben
Forschungsinitiative »Das Bad«; Arbeitsatmosphäre am Lehrstuhl für Industrial Design der TU München: Die Mock-ups der drei Badprototypen im Test © Bettina Sigmund