Architekten stehen am Anfang der Produktion von Gebäuden. Sie sollten, zusammen mit Ingenieuren und Ausführenden, nicht nur die Planung, sondern auch die Herstellung maßgeblich steuern, vergleichbar dem Piloten eines Flugzeugs. Diese Vision wurde und wird möglich durch die neuen Informationstechnologien. Dadurch ist es möglich, Gebäude dort zu planen und zu errichten, wo Arbeitsplätze geschaffen werden. Heute wird von »den Arbeitnehmern verlangt mobil zu sein, flexibel und international orientiert, alles auf höchstem Effizienzniveau.«1 Die globale Wirtschaft produziert dort, wo die Effizienz eines Produkts am größten ist; der Markt verlangt ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das weltweit vielen Menschen Produkte zu günstigen Preisen anbieten kann. Die Bauwirtschaft braucht für diese Veränderungen modulare, internationale Standards, die Gebäude anpassungsfähiger und mobiler machen. Gefordert sind - statt wie bisher Tonnen von Baustoffen für Herstellung, Recycling und Downcycling zu verschwenden - Herstellung, Transport, Montage, Demontage, Wiederaufbau und Wiederverkauf nicht verwendeter Teile. Ziel muss es sein, ohne Umweltbelastung, Ressourcenabbau, Energieverschwendung, Zersiedelung und ohne Verluste aufgrund Leerstands zu bauen. Systeme des Leichtbaus bieten hier die besten Voraussetzungen, den globalen Erfordernissen gerecht zu werden.
