Seilverspannte vertikale Druckpfosten mit einer Höhe von 40 m, die durch vorgespannte horizontale Seilbinder miteinander verbunden werden, stellen die primären tragenden Elemente der Konstruktion dar. Die Verglasung wird mit Punkthaltern (gebohrte Scheiben) an den horizontalen Seilbindern befestigt. Horizontallasten wie Wind werden über die Scheiben in die horizontalen Seilbinder und von diesen in die hinterspannten Pfosten geleitet, welche die Horizontalkräfte teilweise in die Dachscheibe, teilweise in die Fundamente einleiten. Vertikalkräfte werden über die Glashalter in vertikale Zugelemente eingetragen, welche die gesamte Vertikallast in die Dachscheibe einleiten.
Bedauerlicherweise und entgegen aller Proteste wurden nach Abschluss der Planung von der ausführenden Firma zwischen die seilverspannten vertikalen Druckpfosten horizontal angeordnete Rohre eingebaut. Dies ist letztlich auf ein Nichtverstehen des gesamten Konzepts zurückzuführen. Man könnte diese Elemente jederzeit ausbauen.
Die röhrenartigen »Concourses« bestehen im Wesentlichen aus den Regelfeldern, die – bei einer Spannweite von 42 m und einer lichten Bauhöhe von ca. 20 m – mit insgesamt 104 identischen Dreigurt-Fachwerkträgern veränderlicher Bauhöhe eine Gesamtlänge von ca. 3000 m überspannen. Zwischen den Dreigurtträgern spannt eine Membrandachfläche über jeweils 27 m, dazwischen liegen verglaste Seitenflächen. Für das Membrandach wurde von Werner Sobek Ingenieure, der Firma Transsolar, dem Laboratorium für Dynamik und Akustik und den Architekten Murphy/Jahn ein spezieller dreilagiger, weltweit patentierter Membranaufbau entwickelt, der die hohen thermischen und akustischen Beanspruchungen abfängt. An den Enden, den Kreuzungspunkten und an der Anbindung der »Concourses« an das Terminalgebäude ergaben sich Sonderbauwerke, bei denen die Konstruktion bis zu 4000 m2 Grundfläche stützenfrei überspannt.






