Walter Bird, Peter Stromeyer und Frei Otto haben ab 1950 mit pneumatisch und mechanisch gespannten Membranbauten aus Baumwollsegeltuch und Kunstfasergewebe den Grundstein gelegt für die Formensprache von Membranbauten und für eine rasante Materialentwicklung. In den vergangenen fünfzig Jahren hat der ingenieurmäßige Leichtbau ein großes Spektrum von Einsatzbereichen erschlossen und reicht von der Messeskulptur zum Tropenhaus, vom Schwimmbad zum Stadiondach, von der Verhüllung des Reichstags bis zur weltweit größten stützenfreien Produktionshalle, der Cargolifter Luftschiffwerft. Kurze Montagezeiten machen die kostengünstigen Membranbauten vor allem für mobile und temporäre Nutzungen geeignet. Die Besonderheiten der verwendeten Werkstoffe zeigen sich im Nutzerverhalten, insbesondere bei Reparatur, Sanierung, Umnutzung und Erweiterung. Der Autor hat hierzu vierzehn Thesen aufgestellt und hinterfragt das Benutzerverhalten sowie gängige Details.
