Zu Recht ist einmal behauptet worden, dass das Bild, das ein Bewohner von der Stadt hat, ein durch Lernprozesse in einer gesellschaftlichen Umwelt erzeugtes Wahrnehmungsbild sei. Das gilt zumal für den öffentlichen Raum. Die Erwartung wird beherrscht von jenen Piazzas, die man aus dem Süden kennt: Klare räumliche Fassung, erkennbar historisch und gewachsen, immer etwas los, das Wetter stets warm und sonnig. Allein die Wirklichkeit sieht anders aus. Weswegen wohl all die diffusen Stadträume ausgeblendet werden, die - etwa in Gewerbegebieten und in Einfamilienhaussiedlungen - eine Art Restraum bilden oder nur Transitzone sind.
