Machen wir uns nichts vor. Die meisten von uns werden selten in eines der qualitätvol-len Häuser kommen, die in diesem Heft vorgestellt werden - und das aus einfachem Grund: Die erdrückende Mehrzahl von Hotels ist Allerweltsarchitektur. Vielleicht liegt es daran, dass im Hotelbau zu viele Erwartungen aufeinandertreffen, die ein Planer kaum unter einen Hut zu bringen vermag. Im Hotelwesen konkurrieren Wünsche und Träume von Reisenden unterschiedlichster Couleur: Günstig oder aufwändig sollen die Hotels sein, je nach Geldbeutel; gediegen oder flippig, je nach Alter; minimalistisch oder opulent, je nach Gusto. Die Mehrzahl der Hotelgäste verlangt standardisierte Billiglösungen. Man vermisst jeglichen ästhetischen Anspruch, wo gut gemeinte »Gemütlichkeit« mit Billigmöbeln und Kunst-drucken suggeriert werden soll.
