Wir Autofahrer kennen diese Situation: Einem Hinweisschild folgend sind wir von der Autobahn abgebogen und auf das im Stadtzentrum gelegene Ziel - das Hotel, die Kongresshalle, den Treffpunkt im Café - zugesteuert. Um Orientierung in der noch unerforschten Umgebung bemüht, haben wir Ortstafeln und Straßennamen studiert, auf zahllose Verkehrsschilder geachtet und unsere Konzentration dem Verkehrsgeschehen gewidmet. Bei alledem haben wir kaum wahrgenommen, dass wir die Stadt »betreten«, einen Wechsel von »außen« nach »innen« vollzogen haben und nun von der Stadt mit ihren Häusern, Straßen und Plätzen umschlossen sind. Fast unbemerkt hat sich der räumliche »Aggregatzustand« geändert, von der schnellen Autobahn mit ihren vorbeiziehenden Landschaften zur langsamen Stadt mit ihren unzähligen Ampeln, den verstopften Straßen und ihrer Unübersichtlichkeit. Unbemerkt? Irgendwo und irgendwie muss ja eine Schwelle übertreten, ein Tor durchschritten worden sein! Aber wo war das? Das Ortseingangsschild kann es ja wohl nicht gewesen sein! Aber was dann?
