Diskussion: Mikroarchitektur: Rückblick - Ausblick

Es wäre einfach, Mikroarchitektur mit Objekten zu beschreiben, die wir alle kennen: Hängematte, Hütte, Zelt, Warte- oder Telefonhäuschen. Wir verbinden diese Dinge rationell und visuell mit bewährten Traditionen, die fest mit einem bestimmten Ort verbunden sind und einen festen Platz in unserem Leben einnehmen. In unserer Arbeit versuchen wir uns von dieser Tradition zu lösen. Wir heben die Objekte vom Boden ab, weisen ihnen keinen festen Platz mehr zu. So sind wir ständig auf der Suche nach neuen Typologien, versuchen mit wenigen Mitteln viel zu erreichen, das Gewicht zu minimieren und den Geist zu öffnen. Diese Art der Mikroarchitektur ist von Mobilität inspiriert, von Bionik und Mikroelektronik. Sie folgt dem Verlangen nach Licht und Leichtigkeit, nach neuen Erfahrungen und einer besseren und engeren Verbindung zur Natur. Ein Ziel ist dabei Material und Energie zu minimieren und Transport und Wohnen zu verbinden. Wir versuchen Architektur und Produkte aus dem Alltag enger zusammen zu führen.

Diskussion: Mikroarchitektur: Rückblick - Ausblick
© Margita Jocham