Der westafrikanische Staat Burkina Faso erlebte durch die in den vergangenen Jahren rasch fortschreitende Urbanisierung nachhaltige Veränderungen. Vor kurzem noch lebten 90 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten - verteilt auf mehr als 8000 Dörfer. Heute verzeichnen insbesondere die beiden größten Städte des Landes, die Hauptstadt Ouagadougou sowie die Handelsmetropole Bobo-Dioulasso, einen scheinbar unaufhaltsamen Zuzug vor allem junger Menschen. Um den Folgen der daraus resultierenden Entvölkerung der ländlichen Gebiete wirksam entgegenzutreten, initiierte die Regierung im Jahr 1990 das »Programme de Développement des Villes Moyennes« (PDVM). Ziel dieses Entwicklungsprogramms ist es, die mittelgroßen Städte zu stärken, indem kommerzielle Infrastrukturen wie Märkte, Bushaltestellen oder Schlachthäuser als Träger nachhaltiger Planungen eingesetzt werden.
