Bericht: Vom Kabelbinder zum Freiraum-Bildner

Normalerweise bleibt er weitgehend unsichtbar, zumindest unbeachtet: Der Kabelbinder, der Kabel oder Rohre flexibel und schnell, aber fest miteinander verbindet. Welches gestalterische Potenzial in diesem simplen Produkt steckt, wenn man es als alleiniges Konstruktionsmodul zweckentfremdet, zeigen 52 Studierende der Akademie der Bildenden Künste in München. Sie flochten, knüpften und zurrten in mehr als 16 000 Stunden 1,3 Millionen dieser Polyamidstreifen im Rahmen der Ausstellung »200 Jahre Akademie der Bildenden Künste« zu einem Raumgeflecht und verwandelten den 200 m² großen kubischen Ausstellungsraum in der Pinakothek der Moderne in eine amorphe Architekturlandschaft.

Bericht: Vom Kabelbinder zum Freiraum-Bildner
© Oliver Sachs