Die Berechnung der Lebenszykluskosten (LZK) von Bauwerken hat in den letzten drei Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Bei der Auslobung von Architekturwettbewerben oder in VOF-Verfahren ist, neben den geforderten Energiestandards und Hinweisen zur Wirtschaftlichkeit, immer öfter das Bewertungskriterium »geringe Lebenszykluskosten« zu finden. Der Aufwand für eine professionelle Berechnung ist gering und rechnet sich in kürzester Zeit. Im gesamten Lebensweg eines Gebäudes hat sich gezeigt, dass der Kostenanteil für die Errichtung nur maximal 20 % beträgt, jedoch der Anteil für Nutzung und Sanierung 80 %. Daher ist die Reduzierung dieser Kostenarten besonders wichtig. Künftig ist mit weiteren Detaillierungen der Berechnungsverfahren und Anforderungen an die Fachbeteiligten zu rechnen. Architekten sollten sich daher gezielt mit diesem Thema vertraut machen.
