Vom 27. Juli an werden die bislang dritten Olympischen Spiele in London ihren Höhepunkt erleben. Geschätzte vier Milliarden Menschen werden die zweiwöchige Sportveranstaltung - vorwiegend im Fernsehen - mitverfolgen. Unmittelbar danach wird auch die Verantwortung für die Sportstätten, das Olympische Dorf und den Olympischen Park von der Olympic Delivery Authority (ODA), die für die Errichtung der Infrastruktur verantwortlich war, an das Olympic Park Legacy Committee (OPLC) übergehen. Das OPLC wird das Areal künftig bewirtschaften. Damit wird es maßgeblich darüber bestimmen, wie viel von dem Anspruch, London 2012 zu den »nachhaltigsten Spielen der Geschichte« zu machen, langfristig bestehen bleibt. Das Nachhaltigkeitskonzept war einer der Hauptgründe dafür, dass London 2005 den Zuschlag für Olympia erhielt. Es beginnt mit der Rekultivierung des Areals - früher eine der meistverschmutzten Industriebrachen im Land - und schließt auch dessen langfristige Nachnutzung ein. Ein abschließendes Urteil über Erfolg und Misserfolg ist daher bei Weitem noch nicht möglich. Dennoch lohnt sich der nähere Blick auf die konkreten Zielvorgaben und das bislang Erreichte.
