Forschung und Praxis: Solartechnik in Gebäudehüllen

Die Integration von Solarkollektoren und Photovoltaik-(PV)-Modulen in Gebäudehüllen wird künftig im Bauwesen eine wichtige Rolle spielen. Maßgeblich hierfür sind einerseits Zielsetzungen einer dezentralen Energieversorgung, einschließlich der neuen EU-Richtlinie für die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD 2010), die erwarten lassen, dass Niedrigstenergie- und Plusenergiehäuser künftig zum Standard im Neubau werden. Andererseits sind die Klimaschutzziele und Einsparstrategien der Regierungen nur mit der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes zu erreichen. Beides hat zur Folge, dass die Dächer und Fassaden verstärkt in Teilbereichen oder vollflächig zum Wärme- und/oder Stromerzeuger umgewandelt werden. Auch angesichts der diskutierten Flächenpotenziale [1] ist dies eine enorme quantitative und qualitative Gestaltungsaufgabe.

Forschung und Praxis: Solartechnik in Gebäudehüllen
Medienfassade in Peking (CN); Simone Giostra + Partners mit Arup: 2200 m² große Curtain-Wall-Fassade mit im Verbundsicherheitsglas einlaminierten PV-Zellen © Simone Giostra/Arup