Magazin: Haus der Naturwissenschaften in Bjerringbro

Das »Naturvidenskabens Hus« im jütländischen Bjerringbro versteht sich als Laboratorium, in dem Pädagogen neue Lehrformen für die naturwissenschaftlichen Fächer erproben. »Nach außen sollte das Gebäude ein weithin sichtbares Zeichen wie ein Leuchtturm setzen. Nach innen sollte es seine technische Funktionsweise verdeutlichen«, erläutert Morten Rask Gregersen, Partner des Büros NORD Arkitekter. »Ein großer Teil der technischen Installationen, darunter der zentrale Technikraum, ist daher für die Besucher einsehbar.« Um den zylindrischen, mit Profilglas verkleideten Neubau flexibel nutzen zu können, wurde die Zahl der Stützen minimiert; die Decken überbrücken - teils durch geschosshohe Fachwerkträger - große Spannweiten. Zudem besitzen sie eine Betonkernaktivierung, die an 50 Meter tiefe Geothermiesonden angeschlossen ist. Reicht die Erdwärme nicht aus, liefert das lokale Fernwärmenetz zusätzliche Heizenergie. Im Landschaftsgarten hinter dem Gebäude sollen künftig weitere, auch experimentelle Energiequellen wie Windkraftanlagen, Brennstoffzellen und Photovoltaik erprobt werden. Gegenüber einer gebäudeintegrierten Energietechnik bringt diese modulare, externe Energieversorgung laut NORD Kostenvorteile und ermöglicht einen einfacheren Austausch von Komponenten.

Magazin: Haus der Naturwissenschaften in Bjerringbro
© Adam Mørk