Magazin: Casa Manifesto, Curacavi

Wiederverwendete Materialien und erneuerbare Energien spielen eine Schlüsselrolle im Werk von Jaime Gaztelu und Mauricio Galeano. Für den Bau der »Casa Manifesto« nutzte das Architektenduo die Hinterlassenschaften des weltweiten Handels: Drei Überseecontainer bilden die Tragstruktur des bei Santiago de Chile gelegenen Wohngebäudes. Die eine Längsfassade ist mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, die andere mit ehemaligen Transportpaletten verkleidet. Diese lassen sich wie Klappläden öffnen und schließen. Im Sommer bleiben sie geschlossen, im Winter werden sie geöffnet und lassen die Sonne auf die dahinter liegende Containerhülle einstrahlen. Sichtbar wird die Containerstruktur im Wohnraum im Erdgeschoss. Zu beiden Längsseiten hin geöffnet, wird er im Norden und Süden von zwei Containerhälften begrenzt. Das Obergeschoss aus zwei weiteren Containern überspannt den Wohnraum stützenfrei. Nach Angaben der Architekten verbraucht Casa Manifesto 70 % weniger Energie als der chilenische Standard für Wohnhäuser. Die Innendämmung der Container wurde aus recyceltem Zeitungspapier hergestellt; Treppen und zahlreiche Möbel bestehen aus Recyclingholz. Insgesamt, so die Architekten, bestehen 85 Gewichts-% des Hauses aus recycelten oder zertifizierten, ökologisch unbedenklichen Materialien.

Magazin: Casa Manifesto, Curacavi
© Antonio Corchera