Hotel Nomad in Basel

Wer im Basler Brunngässlein Kopfsteinpflaster und Fachwerk vermutet, wird überrascht sein: Die Nebenstraße unweit der Altstadt wird von den Beton-, Stahl- und Glasfronten moderner Bürohäuser gesäumt. Das Haus, in dem im Januar Basels jüngstes Viersternehotel Nomad seine Pforten öffnete, entstand in den 50er-Jahren als Apartmentgebäude und brachte somit eine für die Hotelnutzung ideale Raumstruktur mit. Über dem — bis auf eine Tordurchfahrt — komplett überbauten Erdgeschoss erhoben sich ein siebengeschossiges Vorder- und ein fünfgeschossiges Rückgebäude. Letzteres erwies sich als so baufällig, dass nur noch der Abbruch infrage kam. Im Vorderhaus jedoch gelang es Buchner Bründler Architekten, große Teile der Rohbaustruktur zu erhalten. Die denkmalgeschützte Straßenfassade wurde von ihrem zwischenzeitlich braunen Anstrich befreit und erhielt statt der hölzernen Sprossenfenster neue, ungeteilte Fenster mit breiten Rahmen aus unbehandeltem Aluminium. Das alte Attikageschoss ist einem neuen Dachaufbau mit scharfkantiger Fassade aus Glas und Aluminium gewichen.

Hotel Nomad in Basel
© Ruedi Walti