- Roland Pawlitschko
Das neue Estnische Nationalmuseum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen, einst größten osteuropäischen Militärflughafens der sowjetischen Luftstreitkräfte in Tartu. Seit dem Ende der russischen Besatzung hat sich auf dem rund 50 ha großen Areal kaum etwas verändert: Auf den Hügeln und Flächen zwischen den Flugzeugstellplätzen gedeihen Flora und Fauna ebenso gut wie in den verfallenden Gebäuden und geborstenen Asphaltpisten. Der 355 m lange und 71 m breite Neubau des Nationalmuseums liegt am Ende einer der beiden Landebahnen und wirkt aufgrund seiner Keilform wie eine gewaltige Startrampe, die in Richtung der Altstadt Tartus aus dem Boden kontinuierlich bis auf rund 15 m Höhe ansteigt.
