Diskussion: Nachhaltige Sanierung von Schulbauten

Neben dem eigenen Wohnhaus ist die Schule das Gebäude, in dem Kinder und Jugendliche ihre meiste Zeit verbringen. Nachhaltigkeit, Ökologie und Energieeffizienz sind unter dieser Prämisse sowohl als erstrebenswerte Ziele einer Schulbausanierung als auch als willkommener Unterrichtsgegenstand zu betrachten. In das pädagogische Konzept der Schule integriert, wird das Bewusstsein der Schüler für diese Themen sensibilisiert und damit in die Gesellschaft transportiert. Auch wenn es nicht die vordergründige Aufgabe von Architektur ist, können bei einer nachhaltigen Sanierung Zusammenhänge des Energieverbrauchs dargestellt werden. Denn nur wenn die Schüler verstehen, wie Ursachen und Wirkungen miteinander vernetzt sind, entwickeln sie eine bewusstere Haltung gegenüber unserer Umwelt. Jenseits der tatsächlich zu erzielenden Energieeinsparungen wird das Gebäude »Schule« zu einer Art Informationsbörse, in der künftige Entscheidungsträger und Erben der Klimakrise Ideen und Handlungen erproben, diskutieren und austauschen können (Abb. 3). Aus dieser Perspektive ist eine ganzheitliche Betrachtung des Begriffs Nachhaltigkeit unabdingbar. Neben der energetischen Optimierung fällt darunter auch ein breites Spektrum ökologischer Maßnahmen, wie etwa Materialien und Bautechniken mit Bedacht zu wählen, Möglichkeiten der Wiederverwertung zu beachten, graue Energie zu reduzieren, mit Ressourcen und Wasserhaushalt umsichtig umzugehen, versiegelte Flächen rückzubauen und natürliche Energiequellen einzubinden. Die Betrachtung darf außerdem keine punktuelle Bestandsaufnahme sein, sondern muss die dynamische Vernetzung von Lebenszyklen berücksichtigen. Nachfolgend werden die Aspekte behandelt, welche bei der Sanierung einer Schule deren Energiebilanz beeinflussen.

Diskussion: Nachhaltige Sanierung von Schulbauten
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