Der Begriff »Nachhaltigkeit« scheint umso beliebter zu sein, je unbestimmter und weiter er gefasst wird. Er wird heute auf alles angewendet, was als allgemein wünschenswert gilt. Demgegenüber droht der eigentliche Kern von Nachhaltigkeit, nämlich die Erweiterung der Gerechtigkeitsfragen um eine globale und generationenübergreifende Perspektive, aus dem Blick zu geraten. Es fehlt schlicht an einem Fundament im Sinne einer philosophischen und dennoch praxisbezogenen Herleitung und einer darauf bezogenen Positionierung. Wie sie aussehen könnte und was daraus für die Planungs- und Baupraxis in der Architektur folgt, skizziert der folgende Beitrag.
