Essay: Brückenbau, quo vadis?

Am 14. August 2018 stürzte in Genua die Morandi-Brücke ein und riss 43 Menschen in den Tod. Dieser Einsturz mit so vielen Todesopfern ist eine furchtbare Tragödie und hat für uns Bauingenieure im Brückenbau eine nahezu traumatische Bedeutung. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, stellen uns aber viele Fragen zu den Vorgängen. Wie konnte das geschehen? Welche Risiken bergen Bauwerke dieser Generation im Allgemeinen? Was können, was müssen wir tun, um deren Sicherheit zu gewährleisten? Noch gibt es keine offiziellen Antworten, aber die Vermutungen zu den Ursachen und die Auswirkungen auf den Brückenbau werden in der Fachwelt intensiv diskutiert. Vor allem wird uns Ingenieuren bei derartigen Ereignissen einmal mehr schmerzlich bewusst, welche hohe Verantwortung wir mit unserer Arbeit und unseren täglichen Entscheidungen tragen.

Essay: Brückenbau, quo vadis?
Neue Generation des Brückenbaus und Preisträger des Deutschen Brückenbaupreises 2012 und 2014: Gänsebachtal- und Scherkondetalbrücke gehören zu den ersten großen integralen und semiintegralen Talbrücken im Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn. © Marx Krontal Partner