Die Taf. 15-17 zeigen hölzerne Deckengebälke, deren Träger von Holz oder Eisen in verschiedener Weise durch hohl gegossene Säulen unterstützt werden, wobei stets auf die Aufnahme einer darüber stehenden Säule Bedacht genommen ist. Nur bei Fig. 4 a bis 4c, Taf. 17, steht eine Säule auf dem „Hohlen“, d. h. sie wird durch einen Eisenträger getragen, welcher auch den hölzernen Deckebalken zur Unterstützung dient.
In Fig. 1 a bis Fig. 1 c, Taf. 15, ist im Durchschnitt, der Ansicht und im Grundriß die Construction zweier auf einander gesetzten und mit vier Schrauben fest verbundenen gußeisernen Säulen dargestellt, wovon die untere zugleich zur Unterstützung eines Unterzuges eingerichtet ist. Zu diesem Zweck sind an das Kapitäl zwei Seitenwände angegossen, die oben mit umgelegten Rändern versehen sind, welche durch je zwei Rippen verstärkt werden und eine solche Entfernung von einander haben, daß der Unterzug bequem eingelegt werden kann. Sodann wird derselbe durch die obere Säule abgedeckt, deren Fuß so eingerichtet ist, daß er auf den Kopf der unteren Säule paßt, worauf beide durch Verschraubung ihre Verbindung und Befestigung erhalten. Ein Schwanken der Säulen längs des Unterzugs werden die zu beiden Seiten dicht angeschlossenen Deckebalken verhindern. Dieser Zweck dürfte auch erreicht werden durch einen Schraubenbolzen oder Splintbolzen, welcher durch die beiden Seitenwände der unteren Säule und den Unterzug gesteckt wird.
Eine andere Construction, bei welcher vier Unterzüge vor der Stütze endigen, während bei der vorhergehenden ein Unterzug über die Stütze hinweggeht, ist in Fig. 2 a und 2 b, Taf. 15, verzeichnet. Die eisernen Säulen endigen, die untern über dem Capitäl, die obern unterhalb der Basis in vollen Zapfen von quadratem Querschnitt und 15 zm Seite und von solcher Länge, daß beide Säulen innerhalb der Deckenconstruction unmittelbar auf einander stehen. Beide Zapfen werden von einer gegossenen Muffe umfaßt, an deren Seitenwänden vier horizontale Lappen angegossen sind, welche durch Consolen unterstützt werden, die ihrerseits auf dem Kapitäl aufsitzen. Auf dem Lappen ruhen nun die mit denselben verbolzten Unterzüge.
Eine dieser ähnliche Construction zeigt Fig. 3 a, Taf. 15, im Durchschnitt.
Die untere Säule erhält eine über dem Kapitäl angegossene prismatische Verlängerung, über welche wieder eine Muffe geschoben wird, welche mit zwei oder vier horizontalen Platten versehen ist, je nachdem zwei oder vier Unterzugenden zu stützen und zu verbolzen sind. Fig. 3 b und Fig. 3 c zeigen diese Anordnung im Grundriß. Zur Unterstützung der wagrechten Platten sind Rippen angegossen, wie dies auf der rechten Seite der Fig. 3 a zu ersehen ist, über welche Zinkconsolen geheftet werden. Die Muffe ist mit dem Kopf der untern Säule durch zwei Bolzen fest verbunden, um der obern Säule einen sichern Stand zu verschaffen.
Zur Aufnahme von zwei sich rechtwinklig kreuzenden Unterzügen kann auch nach Fig. 4 a, Taf. 15, construirt werden. Auf die Kopfplatte der untern Säule legt sich die Bodenplatte einer gegossenen Muffe und wird mit jener durch Bolzen verbunden. Die in Fig. 4 b im horizontalen Durchschnitt dargestellte Muffe ist nach oben offen und durch zwei Diagonalwandungen in vier Abtheilungen zerlegt, in welche die Enden der Unterzüge eingelegt werden. Nach dem Aufsetzen der obern Säule, deren Fußplatte der Bodenplatte der Muffe in Form und Größe entspricht, werden mittelst vier durchgreifender Schraubenbolzen Muffe, Unterzüge und obere Säule zu einem Ganzen verbunden. Fig. 4 c zeigt die Fußplatte der obern Säule im Grundriß.
Zu den einfachsten hier einschlägigen Constructionen gehört unstreitig die in Fig. 5 a im Durchschnitt und Fig. 5 b im Grundriß dargestellte. Dabei erhält die Kopfplatte des Kapitells eine nach zwei Seiten gehende Verlängerung, welche zur Aufnahme der Unterzugsenden dient und mit diesen mit je zwei Bolzen verbunden ist. Zwei angegossene Rippen unterbrechen die sehr einfach gehaltene Kapitälglocke und dienen dem verlängerten Abarcus derselben zur Verstärkung. Die untere Säule selbst verlängert sich über dem Kapitäl bis zum Fußboden, woselbst sie in einen ringförmigen Falz endet, welcher die obere Säule aufnimmt.






