Mehr als diese wenig erfolgreichen Mittel empfiehlt sich das Abdecken der größern Gurtgesimse mit Zinkblech Nr. 12, 13 oder 14, da hierdurch die Steine vor der Verwitterung geschützt werden und das Eindringen von Wasser in die offenen Stoßfugen, sowie das häßliche Schwarzwerden der Gurtplatte durch das Abschwemmen des auf der Gurte sich ablagernden Rußes und Staubes und die Mooswucherung verhindert wird.
Die Befestigung der Bleche auf der Gurte geschieht auf verschiedene Weise:
1) Der obere (hintere) Blechrand a, Fig. 251, wird einige Centimeter in die nächste Lagerfuge eingeschoben und mit Blei verstemmt, oder in Abständen von etwa 30 cm mit kleinen Streifen von verzinktem Eisenblech verkeilt und die Fuge sorgfältig mit Cementmörtel ausgefugt. Ist die Oberwand verputzt, so empfiehlt es sich, den Putz abzufasen und nicht etwa bis auf das Blech anzuputzen, da er in diesem Falle wegen der Bewegungen des Bleches und unter dem Einfluß des Spritzwassers keine Haltbarkeit besitzt, Fig. 251.
2) Der vordere Blechrand steht um 1-2 cm über die vordere Steinkante vor und wird in geeigneter Weise aufgerollt oder umgebogen, um ein Abtropfen des Wassers zu ermöglichen und ein Herablaufen an der Hängeplatte zu verhindern, Fig. 248-250. Ein stärkeres Vortreten ist nicht zu empfehlen, da sonst das Blech leicht durch den Wind gehoben wird. Die Befestigung des vordern Randes, bei der die Beweglichkeit des Bleches gewahrt bleiben muß, kann auf verschiedene Weise erfolgen:
a) Durch Vorstoßbleche aus starkem, verzinktem Eisenblech von 8-10 cm Breite, die auf die ganze Gesimslänge durchlaufen und in Entfernungen von etwa 40-50 cm mit verzinkten Nägeln auf kleinen, mit Holzteer getränkten Eichenholzdübeln befestigt werden. Das Vorstoßblech erhält vorn eine Abbiegung nach unten, in die das Deckblech mit entsprechender Umbiegung eingreift, Fig. 250.
Diese kleinen Dübel, welche aus trockenem, mit Holzteer oder sonst in geeigneter Weise imprägniertem Eichenholz hergestellt werden, sollen nur nach der Längenrichtung des Gesimses, nicht auch gegen den äußeren Rand im Dübelloch spannen, Fig. 250 u. 250a.
Die Befestigung des Vorstoßbleches kann auch durch Bleidübel erfolgen, was jedoch nur bei härterem Stein zu empfehlen ist, da das Blei eingestemmt werden muß, was weichem Stein leicht schädlich werden kann, Fig. 248.
b) Statt der durchlaufenden Vorstoßbleche können auch nur einzelne Haften von ca. 10 cm Länge und 5-10 cm Breite in Entfernungen von 40-50 cm befestigt werden, Fig. 248.
Die Haftbleche durch verzinkte und in den Stein eingelassene Flacheisen zu ersetzen, empfiehlt sich ebensowenig, wie die unmittelbare Befestigung
der Deckbleche durch Steinschrauben mit übergelöteten Zinkkappen; die unter a gegebene Konstruktion ist dauerhaft, allen Anforderungen entsprechend und leicht, solide und billig auszuführen, und man sollte deshalb alle gekünstelten Konstruktionen vermeiden.
1) Durm, Handbuch der Architektur. Tl. II, Bd. I, S. 94, (I. Auflage).






