Architekturtag 2026: Referent:innen

Kostengünstig bauen – aber wie? Wege aus der Baukrise

Die Referent:innen des Architekturtags betrachten an beispielhaften Projekten potentielle Wege aus der Baukrise.
gernot schulz : architektur
Raphaella Burhenne de Cayres, geboren 1975 in Namur, studierte Architektur an der TH Köln sowie an der Bergischen Universität Wuppertal. Bereits während des Studiums war sie an der Hochschule sowie in Architekturbüros in Deutschland und Frankreich tätig und realisierte seit 2003 erste eigene Projekte.

Seit 2006 ist sie als team- und projektleitende Architektin bei gernot schulz : architektur in Köln beschäftigt, seit 2009 ist Raphaella Burhenne de Cayres Geschäftsführerin der gernot schulz : architektur GmbH. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt in der Konzeptionierung, Planung und Koordinierung komplexer Bauten für die Gemeinschaft. Unter ihrer Projekt- und Teamleitung entstanden vielfach ausgezeichnete Bildungsbauten, darunter die Bildungslandschaft Altstadt Nord in Köln und die Jenaplanschule in Weimar. Ihr besonderes Interesse gilt partizipativen Planungsprozessen sowie suffizienten Ansätzen im Umgang mit Technik- und Flächenbedarf in der Architektur.

2015/2016 qualifizierte sie sich bei der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft zur Schulbauberaterin. Seither entwickelt und moderiert sie bundesweit Beteiligungsprozesse für innovative Lern- und Bildungsräume. Darüber hinaus ist sie regelmäßig als Preisrichterin und Vortragende insbesondere zu den Themen Bildungsarchitektur und pädagogische Raumkonzepte tätig. Projekte der gernot schulz : architektur GmbH wurden unter anderem mit dem Kölner Architekturpreis, dem Architekturpreis NRW, dem polis Award sowie dem Schulbaupreis NRW ausgezeichnet.

© Lichtschacht Fotografie
SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft
Matthias Hilka ist Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und Gesellschafter der SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft in Frankfurt a.M. Mit seiner umfangreichen Praxiserfahrung berät und vertritt er Auftraggeber und Auftragnehmer baubegleitend bei der Gestaltung und Abwicklung von Bau-, Architekten- und Ingenieurverträgen sowie in Gerichtsverfahren und Schiedsgerichtsverfahren. Er ist stellvertretender Vorsitzender im Schlichtungsausschuss der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

Matthias Hilka verfasst regelmäßige Veröffentlichungen zu Themen des Bau-, Architekten- und Ingenieurrechts und ist u.a. Mitherausgeber und Mitautor von Heinlein/Hilka, HOAI-Kommentar, 3. Aufl. 2024. Er ist Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Referent im Bau- und Architektenrecht und Mitbetreiber der Internetplattform www.HOAI.de.

© SMNG
Technische Universität München
Tilmann Jarmer forscht seit 10 Jahren zum Einfachen Bauen an der TU München als Leiter der Forschungsgruppe Einfach Bauen und genießt das Privileg, die Forschungsergebnisse direkt in Gebäuden anwenden zu können: Als Assoziierter bei Florian Nagler Architekten war er auch gleichzeitig der Projektleiter für die Forschungshäuser in Bad Aibling und die weiteren Einfach-Bauen-Projekte und ist im Büro Nagler Experte für Sustainable Design.

© Tilmann Jarmer
LRW Architektur und Stadtplanung
Kilian Jonak ist Dipl.-Ing. Architekt, Partner und geschäftsführender Gesellschafter von LRW Architektur und Stadtplanung in Hamburg. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung sozial orientierter, ökologisch tragfähiger und wirtschaftlich realisierbarer Wohnungsbauprojekte. Dabei verbindet er baukulturelle Qualität mit innovativen Strategien für kostenreduziertes, ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen.

Er engagiert sich als aktives Mitglied der Initiative Kostenreduziertes Bauen und wirkt an der Umsetzung und Weiterentwicklung des Hamburg-Standards mit. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen robuste und übertragbare Lösungen für den Wohnungsbau, von Low-Tech-Strategien und Holzbau über kreislauffähige Konstruktionen bis hin zu neuen Planungs-, Vergabe- und Kooperationsmodellen.

Neben seiner planerischen Tätigkeit ist Kilian Jonak regelmäßig als Preisrichter, Wettbewerbsteilnehmer und Referent tätig. Seine Projekte wurden vielfach ausgezeichnet und stehen exemplarisch für einen Wohnungsbau, der gestalterische Qualität, Klimaschutz und wirtschaftliche Realisierbarkeit gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.

© Julia Schwendner
nbundm*
Chris Neuburger studierte an der Technischen Universität München und diplomierte 1999 bei Professorin Hannelore Deubzer. Während des Studiums und nach seinem Abschluss arbeitete er zusammen mit Jan Bohnert an ersten Projekten und Wettbewerben. Gleichzeitig nahm er mit der Band Slut Schallplatten auf, tourte durch Europa und schrieb Theatermusik. Nach einem gewonnenen Wettbewerb gründete er 2005 mit Jan und Anick Bohnert das Büro nbundm* Architekten in München und Ingolstadt. 2011 erfolgte die Aufnahme in den BDA, zwei Jahre später die Wahl in den Vorstand des BDA Kreisverbandes München. Von 2012 bis 2024 leitete er das Architekturforum Ingolstadt und war zweiter Vorsitzender des dortigen Kunstvereins. Zwischen 2012 und 2016 nahm er einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Nürnberg wahr, ist Gastkritiker, Vortragender und Juror in Preisgerichten.

© Alba Mayr
Architektin und freie Journalistin
Eva Herrmann ist Architektin und freie Journalistin. Architekturstudium an der Hochschule Darmstadt und TU Graz, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in München. 2005 Gründung des Büros für Architekturkommunikation mit dem Schwerpunkt Vermittlung von Baukultur. 2007 bis 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Stiftungslehrstuhl für Wohnungsbau und Wohnungswirtschaft, TU München, sowie von 2009 bis 2012 freie Kuratorin bei kunst Meran, Südtirol. Freie Mitarbeit im Bereich Veranstaltungsmanagement und Corporate Publishing für verschiedene Verlagshäuser und Unternehmen. 2017 Gründung der ARGE Kommunikation mit Bettina Sigmund und Tim Westphal. Veröffentlichungen, Moderationen, Vorträge, Workshops und Ausstellungen zu allen Themen der Baukultur. Seit 2023 Studium Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg. Mitglied in der Bayerischen Architektenkammer und der DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

© Florian Holzherr

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