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Die Architektur-Gesellschaft stellt sich vor

»Architektur-Gesellschaft« ist eine neue Veranstaltungsreihe der internationalen Architekturzeitschrift DETAIL. In regelmäßigen Abständen lädt die Redaktion je eine Handvoll Architekten, Unternehmer, Planer und Innenarchitekten ein, um gemeinsam über aktuelle Themen und die Wechselbeziehungen zwischen Architektur und Gesellschaft zu diskutieren. Die Auftaktveranstaltung erfolgte am 6. März 2012, im Showroom des Möbelherstellers Boffi in der Nymphenburger Straße in München.

Architektur-Gesellschaft

In Anlehnung an die aktuelle DETAIL-Ausgabe stand der Abend ganz im Zeichen der  »Gastronomie«. Ehrengäste waren der Gastronom Rudi Kull und sein langjähriger Architektur-Partner Albert Weinzierl. Das bekannte Münchner Duo erzählte lebensnah von seinen Ideen und Erfahrungen und gab so den Anstoß zu einer lebendigen Diskussion über die vielfältigen Synergien zwischen Gastronom und Architekt.

An mittlerweile acht Restaurant- Bar- und Hotel-Standorten in der Münchner Innenstadt zeigt sich die Handschrift des Unternehmens Kull & Weinzierl Gastronomie & Hotellerie. Albert Weinzierl setzt auf eine alterungsfähige Gestaltung und feine Detaillierungen. Die Zeitlosigkeit in der Inneneinrichtung gestaltet sich gegenläufig zu den saisonbasierten gastronomischen Planungsabläufen.

Als sich die beiden Unternehmer vor 15 Jahren in einer Bar kennenlernten, reisten sie schon kurze Zeit später gemeinsam nach Paris, um Skizzen für ihr erstes Projekt, ein französisch geprägtes Bistro, zu zeichnen. Nach ihrem ersten Gründungserfolg bot sich die Gelegenheit, eine italienische Bar zu eröffnen – die heutige »Bar Centrale« im Tal in München. Nachdem die Lokalität eingerichtet war, blieben jedoch die Gäste aus. Die kostspieligen Eames-Möbel wurden kurzerhand im erweiterten Freundeskreis verkauft und eine neue Inneneinrichtung umgesetzt. Und siehe da, die Gäste liefen Sturm. In ihrer Zusammenarbeit haben Kull und Weinzierl sehr schnell festgestellt, dass sie auf ausbleibende Gäste sofort gemeinsam reagieren und das Betriebskonzept entsprechend anpassen müssen.

Bei aller Freundschaft sprachen Kull und Weinzierl aber auch darüber, wie wichtig klare Abgrenzungen ihrer Arbeitsbereiche sind. Jeder der beiden lässt dem anderen seine Freiheiten bei der Planung der architektonischen Konzepte einerseits, der gastronomischen andererseits. Dass es auch zu Problemen bei einer fünfzehnjährigen Zusammenarbeit kommt, sei normal, so Albert Weinzierl. Rudi Kull beschreibt ihre sehr dynamische Wachstumsphase zu Beginn als problematisch. Damals war eine strukturelle Neuaufstellung notwendig, um der neuen Unternehmensgröße gerecht zu werden. In diesem Jahr freuen sich Kull und Weinzierl auf den ersten Sommer in ihrer im Herbst eröffneten »Bar Giornale« in München Schwabing.

Am 10. April 2012 trifft sich die Architektur-Gesellschaft erneut. Diese Mal begrüßen wir Kilian Kada von Kadawittfeldarchitektur aus Aachen zum Thema Architektur & Marke. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, senden Sie uns gerne eine Mitteilung an projektedo not copy and be happy@detaildot or no dot.de.

 

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