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Flachglasrecycling

Während das Recycling von Glas im Haushalt in Deutschland schon seit Jahrzehnten Usus ist, gibt es zur Verwertung von Glas in der Baubranche bislang noch keine gesicherten Daten. Ziel des Forschungsvorhabens ist deshalb eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands hinsichtlich des Recyclings von Flachglas zu erstellen. Die Forscher sehen hier großen Handlungsbedarf, liegt doch momentan die Vermutung nahe, »dass ein Großteil der Flachglasabfälle im Bauwesen nicht zu neuem Flachglas recycelt wird«, sondern mit weiterem Bauschutt einer anderen minderwertigen Verwertung auf Deponien oder im Straßenbau zugeführt wird.

Dabei ist gerade das Material Glas besonders für das Recycling geeignet. Durch das Schmelzen von Altglasscherben können nicht nur Rohstoffe, sondern auch Energie gespart werden. Pro 10 Prozent Scherben, die bei der Glasherstellung beigemischt werden, verringert sich die benötigte Energie für den Schmelzprozess um 3 Prozent. »Durch die Analyse wird eine Grundlage geschaffen, die es erlaubt, eine zukünftige Umsetzung eines closed-loop-Recyclings im Bereich von Flachglas aus dem Bauwesen zu beurteilen«, wird die Zielsetzung definiert.

Aus den gewonnenen Ergebnissen sollen Handlungsvorschläge erarbeitet werden, um auch für den Werkstoff Glas einen möglichst geschlossenen Materialkreislauf im Bauwesen herzustellen. Das Forschungsvorhaben des ift Rosenheim wird mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert.

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